Teilerfolg: NPD in Soltau ausgeladen
Das Landhaus Eden in Harber hat die NPD wieder ausgeladen, wie einige Antifa-Seiten und die Böhme-Zeitung melden.
Laut Berichten von antifa.sfa konnte sich der Landhaus-Besitzer Fillip jedoch nicht dazu durchringen, sich deutlich von der NPD distanzieren, im Gegenteil: [Herr Fillip] betonte, dass er auf keinen Fall eine Protestversammlung vorm Lokal haben wolle. Und: "Ich habe nichts gegen die NPD". Weitere Infos: antifa.sfa, indymedia, Blick nach Rechts. Rechtsextreme besetzen Hotel in Faßberg
Wie das Nachrichtenportal Spiegel Online meldet, haben Rechtsextreme um den NPD-Vize Jürgen Rieger ein Hotel in
Faßberg bei Celle besetzt:
Eine Gruppe um NPD-Vize Jürgen Rieger hat in Faßberg ein altes Landhotel besetzt, für das die Gemeinde bereits einen anderen Investor gefunden hatte. Der Rechtsextremist pocht auf ein Abkommen mit dem Eigentümer - doch an der Rechtmäßigkeit des Pachtvertrags gibt es Zweifel. Quelle & Rest des Artikels bei SpOn Ebenfalls über diesen Vorfall berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Material: Handbuch für Gemeinden gegen »rechts«
Wie die taz
berichtet, hat die Friedrich-Ebert-Stiftung ein Handbuch für
Kommunen herausgegeben, die sich gegen Rechtsextreme wehren wollen:
"In der Kommune wird der Kampf gegen Rechtsextremismus entschieden", sagt Dietmar Molthagen, Leiter des Projekts "Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus" bei der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Handbuch für die kommunale Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus / Dietmar Molthagen und Lorenz Korgel (Hg.) (Download als pdf) Rotenburg: Nazis stören Mai-Kundgebung
Während die für den 1. Mai in Hannover angemeldete NPD-Demonstration endgültig verboten wurde, kam es überraschend
in Rotenburg zu einer rechten Aktion. Im Polizeibericht heißt es:
Rotenburg (ots) - Rotenburg. Ohne die nach Versammlungsrecht erforderliche Anmeldung sammelte sich am Vormittag des 1. Mai um 11 Uhr in Rotenburg eine Gruppe von rund 100 Personen des rechten Spektrums. Die Gruppe störte die Mai-Feier des DGB auf dem Pferdemarkt in Rotenburg und zog danach durch die Fußgängerzone in Richtung Neuer Markt. Vornan führten die schwarz gekleideten Versammlungsteilnehmer ein braunes Transparent mit Aufschrift. Dazu skandierten sie die Parole "Gegen polizeiliche Willkür". Der NDR berichtet auf seiner Internetseite: Nachdem das Bundesverfassungsgericht eine Neonazi-Kundgebung in Hannover in letzter Minute endgültig verboten hatte, fuhren rechtsextreme Demonstranten nach Rotenburg/Wümme als Ausweichort. Rund 100 Neonazis störten dort eine Gewerkschaftsveranstaltung, wie die Polizei mitteilte. Anschließend zogen die Rechtsextremisten durch die Stadt. Es gab kleinere Rangeleien mit der Polizei, ein Beamter wurde leicht verletzt. In Friedland bei Göttingen löste die Polizei einen Aufmarsch von 35 Mitgliedern der rechten Szene auf. Außerdem nahm die Polizei in Gifhorn 18 Rechtsextremisten, die auf dem Weg nach Hannover waren, in Gewahrsam. Zu Auseinandersetzungen zwischen linken Demonstranten und der Polizei kam es lt. NDR in Verden: In Verden versammelten sich etwa 400 Personen aus der linken Szene, weil dort angeblich eine Neonazi-Demonstration als Ersatz für die Veranstaltung in Hannover stattfinden sollte. Auf dem Bahnhof kam es zu Ausschreitungen. Linksextreme lieferten sich mit Polizisten eine heftige Auseinandersetzung, wie Augenzeugen berichteten. Die jungen Leute bewarfen die Beamten mit Flaschen und Eiern. Die Lage beruhigte sich jedoch am Nachmittag wieder. ![]() Demo in
Hannover (HAZ) Tausende füllten schon den Klagesmarkt, als immer noch mehr Gewerkschafter zur DGB-Kundgebung „Bunt statt Braun“ drängten. (..) Gemeinsam zeigten rund 15 000 Menschen Flagge gegen Rechtsextremismus. Was wörtlich zu verstehen war. Ob Liberale oder Linke, Protestanten oder Katholiken, Jung oder Alt, Arbeiter oder Angestellte, viele hielten Transparente und Fahnen hoch. Vor dem Hintergrund der in linken Kreisen zum Teil verbissen geführten Diskussionen, ob man »echter Antifa-Anhänger« denn Pali-Tücher tragen dürfe und ob es politisch korrekt sei, wenn man pro oder contra Israel oder Palästina ist, kann man nur hoffen, das eine kleine Begebenheit auf der heutigen Demo in Hannover schule macht: Mitten in der Menge standen Yazid Shammout und Michael Fürst beieinander. Eigentlich geht das nicht, der eine ist Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinde, der andere steht der Jüdischen Gemeinde in Hannover vor. Aber sie verständigten sich, an diesem Tag alles Trennende der Weltgeschichte einfach zu ignorieren, um zusammen gegen Neonazis zu demonstrieren. (...) Juden und Palästinenser kamen ins Gespräch. „Sehr bemerkenswert“, fand Shammout. Fürst sagte, alles sei „sehr, sehr gut“ gewesen. Man trifft sich erneut und hat schon ein Thema: Schicksalen der anderen zuzuhören. Schneverdinger auf NPD-Landesliste
Am 15. Februar 2009 hat die niedersächsische NPD auf einem zunächst geheim gehaltenen Landesparteitag im
Seelze-Dedensen ihre Landesliste für die diesjährige Bundestagswahl aufgestellt.
Das NPD-Blog berichtet: Auf Platz drei wurde der Anführer der “Snevern Jungs”, Matthias Behrens aus Schneverdingen, gewählt. Er gilt als einer der wichtigsten Kameradschaftsanführer in Niedersachsen: Unter anderem ist er regelmäßiger Teilnehmer des sog. “Stammtisch Nordmark”, einem Treffen von rechtsextremen Kameradschaften, mit dem Kommunikation untereinander verbessert werden soll. In einem weiterem Beitrag heißt es: Hinter verschlossenen Türen machte die rechtsextreme Kaderpartei deutlich, dass auch ihre Führungsfiguren auf den Pfad einer Radikalisierung eingeschwenkt sind. Dafür spricht unter anderem die Kandidatur des 37 Jahre alten Matthias Behrens, der sich als Anführer der als besonders gefährlich geltenden Neonazi-Kameradschaft “Snevern Jungs” hervorgetan hat. Weitere Berichte bei Redok, Recherche Nord und antifa.sfa. Bericht: Faßberg vs. Rieger
Bereits im Oktober berichteten
verschiedene Medien darüber, dass der einschlägig bekannte Rechtsanwalt und Hamburger NPD-Vorsitzende
Jürgen Rieger ein Hotel in Faßberg (Südheide) aufgekauft hätte, möglicherweise um es zu einem NPD-Schulungszentrum
umzubauen, wie es z.B. auch in Dörverden und Delmenhorst geplant war.
Die Polit- und Satiresendung »extra3« des NDR hat ihren Moderator Tobias Schlegl nach Faßberg geschickt, der sich im Heidestädchen auf die Suche nach Meinungen zu dem NPD-Immobiliendeal gemacht hat - und erstaunliche Reaktionen zusammentragen konnte: So schön offensiv und eindeutig kann man also als Kommune mit dem Thema umgehen. Technischer Hinweis: es gibt (noch) den Bericht auch offiziell auf der NDR-Seite, allerdings mit zuweilen ruckeliger Übertragung. Mit Videos »Nazis (r)auslachen«Auf dem Internetportal Nazis-auslachen.de können Jugendliche jeden Monat zwischen 750 und 250 Euro gewinnen. Am Freitag startete die Kampagne, teilte der Verein "Schüler gegen Antisemitismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit" mit. Auf der Plattform rufen die Betreiber Jugendliche dazu auf, ihre Videos zum Thema "Nazis auslachen" online zu stellen und selbst zu bewerten. "Prävention statt Therapie" lautet das Motto. Die Idee: Wenn sich die Mehrheit der Jugendlichen auf dem Schulhof oder in der Freizeit täglich über solche Videos unterhält, werden sich labile, der rechten Szene zugeneigte Jugendliche eher selten den Rechtsextremisten zuwenden, weil sie die Verachtung ihrer Mitschüler fürchten, hieß es. Quelle: heise.de Tags für diesen Artikel: allgemeines, wettbewerb
Material: Kommunal handeln gegen Rechtsextreme
Eine neue Broschüre gegen Rechtsextremismus wurde im September veröffentlicht:
Die Tagungbroschüre zur Veranstaltungsreihe des niedersächsischen Verfassungsschutzes "Förderung politischer Handlungsmöglichkeiten gegen Rechtsextremismus in Kommunen" soll kommunale Mandats- und Entscheidungsträger im Kampf gegen den Rechtsextremismus unterstützen. Sie ist hier als PDF-Dokument verfügbar. Nazi-Fashion: »Stop Thor Steinar«
Die Internetseite »Stop Thor Steinar« informiert über eine
Kleidungsmarke, die aus dem Umfeld der Nazi-Szene produziert und vertrieben wird, die sich völkischer Symbolik mit
NS-Bezug bedient und vor allem von Neonazis getragen wird:
Wer aufmerksam die Entwicklung der extremen Rechten in Deutschland beobachtet, kann den Trend nicht übersehen - immer mehr Neonazis lassen den alten martialischen Skinheadlook beiseite und suchen sich neue, diskretere und modischere Kleidungsstile. Eine der Marken, die seit etwa einem Jahr innerhalb der deutschen Nazi-Szene in diesem Sektor boomt, ist die Marke “Thor Steinar” aus Königs Wusterhausen (Brandenburg, nahe Berlin). Demselben Anliegen verpflichtet fühlt sich das Blog »Investigate Thor Steinar«. »Nazis unter dem Schutz der Gleichgültigkeit«
Die Amadeu Antonio Stiftung schreibt in
ihrem September-Newsletter zu den Mordfällen
im August und über die Wichtigkeit von bürgerschaftlichen Engagement gegen rechtsradikale Tendenzen:
Die Bilanz dieses Sommers ist furchtbar: Mindestens vier Menschen starben durch die Hand mehr oder weniger gut organisierter Rechtsextremer. Einige weitere wurden schwer bis lebensgefährlich verletzt, darunter übrigens auch ein Kind von 13 Jahren. Erinnern Sie sich an Mügeln im letzten Sommer? Und an das Entsetzen der Medien über den brutalen Charakter dieses rassistischen Angriffs auf acht Inder bei einem Dorffest in Sachsen? Soweit bekannt gab es keine Toten im vergangenen Jahr. In diesem Jahr aber schon. Doch nur der Mord an dem Obdachlosen in Templin wurde durch die Medien angemessen wahrgenommen. Und nur dort fand eine Art Gedenkveranstaltung statt. (...)
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07.05.2010
Nach noch unbestätigten Meldun gen findet die Lesung auf dem Roten Platz au [...]
13.09.2008
...weiterhin viel Kraft und Au sdauer bei eurem Kampf gegen d ie Nazipest in [...]