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Während die für den 1. Mai in Hannover angemeldete NPD-Demonstration endgültig verboten wurde, kam es überraschend
in Rotenburg zu einer rechten Aktion. Im Polizeibericht heißt es:
Rotenburg (ots) - Rotenburg. Ohne die nach Versammlungsrecht erforderliche Anmeldung sammelte sich am Vormittag des 1. Mai um 11 Uhr in Rotenburg eine Gruppe von rund 100 Personen des rechten Spektrums. Die Gruppe störte die Mai-Feier des DGB auf dem Pferdemarkt in Rotenburg und zog danach durch die Fußgängerzone in Richtung Neuer Markt. Vornan führten die schwarz gekleideten Versammlungsteilnehmer ein braunes Transparent mit Aufschrift. Dazu skandierten sie die Parole "Gegen polizeiliche Willkür". Der NDR berichtet auf seiner Internetseite: Nachdem das Bundesverfassungsgericht eine Neonazi-Kundgebung in Hannover in letzter Minute endgültig verboten hatte, fuhren rechtsextreme Demonstranten nach Rotenburg/Wümme als Ausweichort. Rund 100 Neonazis störten dort eine Gewerkschaftsveranstaltung, wie die Polizei mitteilte. Anschließend zogen die Rechtsextremisten durch die Stadt. Es gab kleinere Rangeleien mit der Polizei, ein Beamter wurde leicht verletzt. In Friedland bei Göttingen löste die Polizei einen Aufmarsch von 35 Mitgliedern der rechten Szene auf. Außerdem nahm die Polizei in Gifhorn 18 Rechtsextremisten, die auf dem Weg nach Hannover waren, in Gewahrsam. Zu Auseinandersetzungen zwischen linken Demonstranten und der Polizei kam es lt. NDR in Verden: In Verden versammelten sich etwa 400 Personen aus der linken Szene, weil dort angeblich eine Neonazi-Demonstration als Ersatz für die Veranstaltung in Hannover stattfinden sollte. Auf dem Bahnhof kam es zu Ausschreitungen. Linksextreme lieferten sich mit Polizisten eine heftige Auseinandersetzung, wie Augenzeugen berichteten. Die jungen Leute bewarfen die Beamten mit Flaschen und Eiern. Die Lage beruhigte sich jedoch am Nachmittag wieder. ![]() Demo in
Hannover (HAZ) Tausende füllten schon den Klagesmarkt, als immer noch mehr Gewerkschafter zur DGB-Kundgebung „Bunt statt Braun“ drängten. (..) Gemeinsam zeigten rund 15 000 Menschen Flagge gegen Rechtsextremismus. Was wörtlich zu verstehen war. Ob Liberale oder Linke, Protestanten oder Katholiken, Jung oder Alt, Arbeiter oder Angestellte, viele hielten Transparente und Fahnen hoch. Vor dem Hintergrund der in linken Kreisen zum Teil verbissen geführten Diskussionen, ob man »echter Antifa-Anhänger« denn Pali-Tücher tragen dürfe und ob es politisch korrekt sei, wenn man pro oder contra Israel oder Palästina ist, kann man nur hoffen, das eine kleine Begebenheit auf der heutigen Demo in Hannover schule macht: Mitten in der Menge standen Yazid Shammout und Michael Fürst beieinander. Eigentlich geht das nicht, der eine ist Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinde, der andere steht der Jüdischen Gemeinde in Hannover vor. Aber sie verständigten sich, an diesem Tag alles Trennende der Weltgeschichte einfach zu ignorieren, um zusammen gegen Neonazis zu demonstrieren. (...) Juden und Palästinenser kamen ins Gespräch. „Sehr bemerkenswert“, fand Shammout. Fürst sagte, alles sei „sehr, sehr gut“ gewesen. Man trifft sich erneut und hat schon ein Thema: Schicksalen der anderen zuzuhören. Schneverdingen: Bericht über Diskussionsabend der SPD
Am Dienstag Abend fand ein Infoabend der SPD Schneverdingen zum Thema Rechtsradikalismus statt, die Böhme Zeitung berichtete am 11.09.2008, dokumentiert im Blog
der Antifa SFA hier und ein Interview hier.
Munster: Berichte über den Infoabend
Über den Informationsabend zur rechtsextremen Szene in Munster am vergangenen Montag berichteten umfangreich
Heide-Kurier und Böhme-Zeitung (siehe hier, hier, hier, hier und hier).
Aus Schneverdinger Sicht bemerkenswert ist diese Notiz in der Böhme-Zeitung über den erfolgreichen Versuch der Snevern Jungs, einen Journalisten des NDR von der Veranstaltung fern zu halten: »Nazis unter dem Schutz der Gleichgültigkeit«
Die Amadeu Antonio Stiftung schreibt in
ihrem September-Newsletter zu den Mordfällen
im August und über die Wichtigkeit von bürgerschaftlichen Engagement gegen rechtsradikale Tendenzen:
Die Bilanz dieses Sommers ist furchtbar: Mindestens vier Menschen starben durch die Hand mehr oder weniger gut organisierter Rechtsextremer. Einige weitere wurden schwer bis lebensgefährlich verletzt, darunter übrigens auch ein Kind von 13 Jahren. Erinnern Sie sich an Mügeln im letzten Sommer? Und an das Entsetzen der Medien über den brutalen Charakter dieses rassistischen Angriffs auf acht Inder bei einem Dorffest in Sachsen? Soweit bekannt gab es keine Toten im vergangenen Jahr. In diesem Jahr aber schon. Doch nur der Mord an dem Obdachlosen in Templin wurde durch die Medien angemessen wahrgenommen. Und nur dort fand eine Art Gedenkveranstaltung statt. (...) Zwei Tote durch rechtsextreme Gewalt?
In den Kommentaren zu unserer Aktion vom Volkslauf finden sich auch Meinungen, man sollte eine Kameradschaft wie die
Snevern Jungs gewähren lassen. Wohin so eine Vorgehensweise führen kann, sieht man an vielen Stellen in den östlichen
Bundesländern. Die Magdeburger Zeitung berichtete am 1. September:
Rechte Gewalt verharmlost? Ebenfalls dazu ein Beitrag auf dem Portal »MUT gegen rechte Gewalt«: Drei Nazi-Morde im August taz: »Rechtsextreme schlagen wahllos zu«
Der Deutsche Anwaltsverein meldet: Rechtsextreme greifen zunehmend Deutsche an. Dazu scheibt
die taz in der Ausgabe vom 1.9.2008:
Rechtsextreme schlagen wahllos zu
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Nach noch unbestätigten Meldun gen findet die Lesung auf dem Roten Platz au [...]
13.09.2008
...weiterhin viel Kraft und Au sdauer bei eurem Kampf gegen d ie Nazipest in [...]